Musikalische Reise durch Europa begeistert ausverkauftes Polcher Forum
Polch – Begeisterte Zuhörer und Blasmusik von Klassik bis Pop: Das Herbstkonzert des Musikverein Polch war traditionell ein voller Erfolg und bescherte den mehr als 500 Gästen einen unvergesslichen Abend. Unter der Leitung von Dirigent Jonas Häring zeigten die Musikerinnen und Musiker eindrucksvoll, wie facettenreich und bewegend Blasmusik sein kann.
Bevor das junge Orchester unter der Leitung von Jonas Weber das Konzert schwungvoll eröffnete, stimmte Moderator Bernhard Wibben das Publikum humorvoll und pointiert auf den abwechslungsreichen Abend ein. Passend zum Thema des Abends „Europa“ erklang zum Auftakt die Europahymne, gefolgt von der dynamisch dargebotenen James Bond-Titelmelodie „Skyfall“ von Adele. Großer Applaus geleitete die Jungmusiker von der Bühne.
In seinem ersten Konzertteil spielte anschließend das 45-köpfige Hauptorchester anspruchsvolle konzertante Stücke mit großer Präzision und Dynamik. Als erstes Werk wurde der Titel „Euro Celebration“ dargeboten, ein Konzertmarsch, der mit klaren Rhythmen und klangvollen Melodien punktete. Das symphonische Stück „Mont Blanc“ entführte die Zuhörer in alpine Höhen. Klanglich wurden sie auf eine Bergtour am höchsten Berg der Alpen begleitet. Erlebbar wurde die erhabene Schönheit, aber auch die schrecklichen Gefahren und Angstmomente, die mit einer solcher Besteigung verbunden sind. Für eine unterhaltsame Showeinlage sorgte ein kleines Männerballett bei dem Marsch „Blond and Swedish“ mit einer „Parade of the Pompom-Girls“. Die erste Hälfte des Konzerts schloss mit den virtuosen Klängen von „A Klezmar Karnival“. Hier wurden drei traditionelle Klezmermelodien vereint. Klangliche Dynamik und rhythmische Variabilität begeisterten.
Im passend zum Thema liebevoll geschmückten Forum wurde von vielen Gästen vor allem die Vielseitigkeit und Dynamik des Vereins sowie die klangliche Geschlossenheit und Intensität der musikalischen Darbietungen hervorgehoben.
Der zweite Teil des Konzerts wurde durch die Schlagzeuger eröffnet. Diese eroberten die Bühne mit dem Stück „Bucket Brigade“. Hierbei wurde eindrucksvoll demonstriert, wie auch auf Eimern und Plastiktonnen kraft- und klangvolle Rhythmen entstehen können. Dieses Stück konnte dank der Förderung des Landesmusikrats sowie des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration im Rahmen des Laienmusikprogramms durch intensive Workshops erarbeitet werden. Im Anschluss daran kam das restliche Orchester gruppiert nach Instrumenten wieder die Bühne. Das mitreißende Robie Williams-Medley „Let Me Entertain You“ wurde so Schritt für Schritt aufgebaut. Auch das Gesangsstück „Feel“ fügte sich harmonisch ein. Es wurde dem beeindruckten Publikum präzise und sicher von Sabine Daeges dargeboten. Und mit modernen Titeln ging es weiter. Als bekannte Filmmusik wurde der Soundtrack zu „How To Train Your Dragon“ angestimmt. Der Film handelt von Wikingern, die zunächst gegen Drachen kämpfen, doch dann feststellen, dass ein friedliches Miteinander für alle viel bereichernder ist. Mit dem Titel „Italo Pop Classics“ ging es vom kühlen Norden in mediterrane Gefilde und das bekannte dolce vita wurde musikalisch erlebbar gemacht. Drei italienische Popklassiker wurden dabei vereint, bevor der Verein als letztes Stück des Konzertes in die Heimat zurückkehrte. Mit dem Marsch „Am wunderschönen Rhein“, der Hauptwasserstraße des Kontinents, wurde das offizielle Ende des Konzertes eingeläutet. Lautstarker stehender Applaus und die Forderung nach Zugabe erfüllten das Forum. Der Vorsitzende Jonas Weber bedankte sich nicht nur bei den Aktiven auf der Bühne, sondern auch bei dem Technik-Team sowie der Kichererbse und den Stadtsoldaten Polch für die Unterstützung bei der Bewirtung. Auf den Zugabewunsch antworteten vier Alphörner. Eindrucksvoll wurde eine Umspielung der Hymne „Auld Lang Syne“ durch diese angestimmt, bevor das Hauptorchester Melodie und Stimmung aufgriff.
Stolz wurde im Foyer im Anschluss gefeiert. Die Musiker waren stolz auf ihre geschlossene Leistung. Das Publikum war stolz, dass das Maifeld einen derart professionellen und vielseitigen Verein beheimatet.
